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Das erste Teammeeting erfolgreich meistern

Karin Bacher Consultants Blogbeitrag

Das erste Teammeeting erfolgreich meistern 

  

„Ich bin schon gespannt auf die Besprechung gleich. Da stellt sich die neue Chefin vor.“ So, oder so ähnlich hast Du das wahrscheinlich auch schonmal zu einem Kollegen oder einer Kollegin gesagt. Aber was, wenn Du selbst der oder die Neue bist? 

Ja, bei so einer „Antrittsbesprechung“ kann einem schonmal etwas mulmig sein. Muss es aber nicht. Wir zeigen Dir, wie Du Dein erstes Teammeeting als frisch gebackene Führungskraft erfolgreich planst und durchführst. Muss man aber immer eine Antrittsrede halten? Selbstverständlich! Das gehört zum guten Ton und ist ein eindeutiges Zeichen der Veränderung. 

 

Die Vorbereitung: 

  

Schon der deutsch-kanadische Kaufmann und Publizist Willy Meurer wusste: Planung ohne Ausführung ist meistens nutzlos – Ausführung ohne Planung ist meistens fatal. Sprich: Vorbereitung ist alles. Deshalb solltest Du Dich auf Deine erste Besprechung mit dem neuen Team gut vorbereiten. 

Dazu gehören vier Schritte: 

  

  1. Ein Ziel setzen 
  2. Themen festlegen 
  3. Logistik koordinieren 
  4. Ruhe bewahren 

  

1. Ein Ziel setzen 

Eine Besprechung kann nur dann erfolgreich sein, wenn Du vorher definierst, was Erfolg bedeutet. Lege also ein Ziel fest, dass Du erreichen willst. In Deiner ersten Besprechung sollte es in erster Linie um das Miteinander gehen. Deine neuen Mitarbeitenden wollen Dich kennenlernen, herausfinden, wie Du tickst und wie Du vorgehst. Ein Ziel der Besprechung könnte daher zum Beispiel sein, das Eis zu brechen und Dein neues Team besser kennenzulernen.  

  

2. Themen skizzieren 

Wenn Du ein Ziel gesetzt hast, überlege Dir, welche Themen Du ansprechen möchtest, um dieses Ziel zu erreichen. Hast Du Dir zum Beispiel vorgenommen, dass Du und Dein Team euch gegenseitig kennenlernt ist es sinnvoll, wenn Du über Deine bisherige Laufbahn und Deinen Führungsstil sprichst. Wichtig: Achte darauf, keinen Monolog zu halten. Deine Mitarbeitenden sollen auch etwas von sich erzählen. Scheue Dich nicht davor, auch persönliches von Dir preiszugeben. Erzähle von Deiner Familie oder Deinen Hobbys und ermutige Deine Mitarbeitenden dazu, das auch zu tun. Und plane genügend Zeit für Fragen ein. So schmilzt das Eis noch viel schneller. 

  

3. Logistik Koordinieren 

Koordiniere die Details des Meetings. Findet das Treffen online oder in Präsenz statt? Wo trefft Ihr Euch? Wer kommt alles? Bestenfalls hältst Du diese Details in einem Kalendereintrag fest und lässt Deinen Mitarbeitenden diesen Eintrag zukommen. Hier kannst Du vielleicht schon die Themen, die Du eben geplant hast, in Form einer Agenda einbringen. So können sich auch die anderen Teilnehmenden auf das Meeting vorbereiten. 

  

4. Ruhe bewahren 

Das ist vielleicht der wichtigste Punkt auf unserer Liste. Es ist verständlich, wenn Du etwas nervös bist. Schließlich willst Du gut ankommen. Nimm Dir vor der Besprechung gern 15 oder 30 Minuten Zeit, um tief durchzuatmen, vielleicht eine kurze Pause einzulegen, oder die Themen, die Du ansprechen möchtest, schonmal durchzugehen.  

  

Und dann kann es auch schon losgehen. 

  

Die Durchführung:

  

Nachdem Du so bewusst geplant hast, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen. Trotzdem solltest Du bei der Durchführung Deiner Antrittsbesprechung drei Punkte beachten: 

  

  1. Die Struktur 
  2. Authentisch sein 
  3. Weitere Schritte 

  

1. Die Struktur 

Im Optimalfall hast Du im Vorhinein ja schon eine Agenda an alle verschickt. Wenn nicht, solltest Du sie spätestens jetzt kurz vorstellen. Halte Dich an diese Agenda – aber nicht um jeden Preis. Es sollte immer noch Raum für Spontanes geben. Hast Du beispielsweise am Ende der Besprechung Zeit für Fragen eingeplant, merkst dann aber, dass die Mitarbeitenden gleich zu Beginn einige Fragen stellen, dann lasse das zu. Schließlich sollen sich auch Gespräche entwickeln können. 

  

2. Authentisch sein 

Wo wir gerade beim Thema Fragen sind: Es kann natürlich sein, dass ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeitende auch mal eine unangenehme Frage stellt. In diesem Fall heißt es, souverän bleiben. Wenn Du eine Antwort nicht weißt, gib das ruhig zu. Du bist neu, da muss man noch nicht alles wissen. Wenn Du eine Frage nicht beantworten möchtest, weil sie Dir zu persönlich ist, antworte doch charmant mit: „Das erzähle ich Ihnen, wenn wir uns mal nach Feierabend auf ein Bier treffen“.  

  

3. Weitere Schritte 

Am Ende der Besprechung solltest Du dich noch einmal versichern, dass allen bewusst ist, was sie zu tun haben und wie die nächsten Schritte aussehen. Gibt es To-Dos? Sind noch Themen zu klären? Muss etwas in der nächsten Besprechung nochmal auf die Agenda?  

Vielleicht möchtest Du auch nochmal mit allen Mitarbeitenden einzeln sprechen, was wir übrigens empfehlen. Dann solltest Du auch das schonmal ankündigen. 

 

Eine Antrittsbesprechung mag nervös machen, aber mit diesen Hinweisen und etwas Mut steht einer erfolgreichen Besprechung – und damit einem guten ersten Eindruck – nichts mehr im Weg. 

Nerven zeigen oder Nerven haben?

Karin Bacher Consultants Blogbeitrag

Alltägliche und fortgesetzte Überforderung kann oft zu Erschöpfung und Antriebslosigkeit führen, zu einer psychischen Belastung, aus der sich unbehandelt schnell eine schwere, auch körperliche Gesundheitsstörung entwickeln kann. Von Betroffenen wird eine solche Überlastung des Nervenkostüms meist nicht als richtige Krankheit empfunden und daher nicht gebührend ernstgenommen. Sie ist jedoch in vielen Fällen nur durch therapeutische Hilfe wieder in den Griff zu bekommen.  

 

Doch bevor unter permanenter Übermüdung Leidende diesen Schritt machen, wird bei psychischen Krisen auch gerne zunächst mit „sanften“ Mitteln dagegengehalten. Marianne Porsche-Rohrer, Apothekerin und Heilpraktikerin verspricht in einem vor kurzem erschienenen Artikel in „Naturheilwissen“ nicht weniger als „reißfeste Nerven durch Naturmedizin“.  Unter anderem propagiert sie den Einsatz von heilpflanzlichen Präparaten und „wirksamen“ Schüßler-Salzen. 

 

Pillen heilen Nerven? 

 

Um unsere Haltung zu derlei Methoden gleich vorwegzunehmen, zitieren wir hier den Eintrag auf Wikipedia, dass die Wirkung von Schüßler-Salzen auf der Annahme basiert, „…Krankheiten entstünden allgemein durch Störungen des Mineralhaushalts der Körperzellen und könnten durch homöopathische Gaben von Mineralien geheilt werden. Diese Annahmen sind wissenschaftlich nicht belegt, eine Wirksamkeit der Schüßler-Salze über den Placeboeffekt hinaus ist nicht nachgewiesen.“ 

 

Gestressten und nervengeschwächten Menschen rät die Apothekerin und Heilpraktikerin auch, dass etwa Präparate aus Passionsblumen angstauflösend, oder Johanniskraut stimmungsaufhellend wirken. Solche Hausmittel können durchaus akut wohltuende Wirkung entfalten, falls die ursächliche Beeinträchtigung noch nicht allzu weit fortgeschritten ist. Unbedingt zu unterstreichen ist deshalb die Empfehlung der Autorin: „Hält die übermäßig gedrückte Stimmungslage längere Zeit an, ist eine ärztliche Abklärung angemessen. Die echte Depression ist ein ernsthaftes Krankheitsbild … das nur mit fachärztlicher Behandlung zu lindern oder zu heilen ist“. 

 

Lebensgleichgewicht herstellen

 

Viel wirksamer jedoch kann es bei zunehmender Abgeschlagenheit und emotionaler Erschöpfung sein, auch auf Selbstheilungskräfte zu setzen, indem man versucht seelische Widerstandsfähigkeit aufzubauen, innere Ruhe und Gleichgewicht wiederzufinden. Die erfolgreiche Stärkung der Stress-Resilienz beginnt damit, sich nicht einfach einer passiven Opferrolle zu ergeben und etwa fragwürdigen Mittelchen zu vertrauen. Zum Beispiel mit den Methoden aus der Achtsamkeitslehre. Diese wirken nicht nur in akuten Stresssituationen sondern nachhaltig positiv auf das vegetative Nervensystem – wissenschaftlich bewiesen. 

 

Deshalb ist es wichtig, sich das Problem bewusst zu machen und die Faktoren zu identifizieren, welche die nervlichen Belastungen auslösen. Und daraus folgend vor allem sich selbst als handlungsfähig zu sehen! Als aktiven Part, der die Ursachen angeht, nicht die Symptome bekämpft. Wozu oft schon ein konsequenteres Zeitmanagement beitragen kann, bis hin zu einer Umstellung der Ernährung. Es stehen zahlreiche Stellschrauben zur Verfügung vor dem Einsatz von Medikamenten, ob aus der Natur oder aus der Apotheke. 

In unserem Programm “Mindful Business Life” finden Betroffene passende Angebote hierzu. Ganz individuell oder als Firmenveranstaltung. 

Bircher-Müsli

Karin Bacher Consultants Blogbeitrag

Bei der Aufzählung der kulinarischen Schweiz-Klischees darf eines nicht fehlen: das Bircher-Müsli, noch vor Schokolade und Käsefondue. Im Jahr 1900 vom Aargauer Arzt Maximilian Bircher-Benner erfunden und inzwischen zu einem der Schweizer Nationalheiligtümer erhoben, wurde es zur weltweit berühmtesten Frühstücksspezialität. Diese kommt heute in zahllosen Varianten vor, zuweilen weitab von der recht schlichten Originalrezeptur, bestehend nur aus Haferflocken, Äpfeln, Nüssen, Wasser, Milch und Zitronensaft. 

  

Und die war eigentlich auch gar nicht speziell fürs Frühstück vorgesehen. Die „Diätspeise“ wurde in Privathaushalten wie in Schulen und beim Militär gegessen, sogar in Gefängnissen stand sie vor allem abends auf dem Menüplan. Wann genau sich das Müsli als Frühstücks-Standard etabliert hat, lässt sich nicht datieren. Und natürlich gab es das Müsli in dem von Bircher-Benner gegründeten Sanatorium am Zürichberg, wo sich prominente Kurgäste wie Wilhelm Furtwängler und Thomas Mann erholten, der sich hier zu seinem Buch „der Zauberberg“ inspirieren ließ.  

  

Ob dieser beim Verfassen seines Werks vom Müsli beflügelt wurde, ist nicht überliefert. Doch die positiven gesundheitlichen Effekte der „Spys“, wie sie auf gut Schwyzderdütsch genannt wurde, waren offensichtlich. Und sie haben sich auch danach schnell international herumgesprochen und die Erfolgsstory des Korn-Rohkostgemisches mitgeschrieben. Der Erfinder und Rohkostfan Bircher hat das Müesli seinen Patienten täglich verordnet. Er propagierte es in erster Linie als naturnahe Ernährung und Alternative zur schweren bürgerlichen Küche, die er vorausschauend für die Ursache vieler Krankheiten sah. 

  

Ernährungsexperten allenthalben bestätigen dies heute und empfehlen das Dauer-Trendgericht als gesunden und bekömmlichen Energielieferanten für den Start in den Tag. Weniger die mit allerlei stark gezuckerten Zutaten bestückten Fertigmüslis auf dem Markt, bei denen man zum Teil vor lauter Schokoflakes keine Haferflocken mehr sieht. Aber alles, was nah am Originalrezept des Ur-Müsli ist, auch wenn mal kein frisch geraspelter Apfel sondern andere Früchte oder Trockenobst mit drin sind. 

  

Es gibt heute eine ganze Reihe an spezialisierten Müsli-Anbietern, deren Rezeptvarianten bisweilen kaum noch etwas mit der Idee Birchers zu tun haben. Wobei sie allesamt sein Müsli-Wirkungsversprechen hochhalten: gesunde Ernährung mit hohem Genussfaktor. Hier ein Anbieter (nach Selbstaussage der „Pionier bei den Online Müslis“), bei dem es lohnt sich einmal umzuschauen und vielleicht die ideale individuelle Mixtur für sich zu finden: 

www.müsli.de

Zweiklassen-Essensgesellschaft

Karin Bacher Consultants Blogbeitrag

„Jeder muss essen und trinken. Wie wir uns ernähren, gehört zum Wichtigsten in unserem Leben und trägt viel zu unserer Gesundheit und Lebensqualität bei. Nun schenken viele Menschen dieser Tätigkeit aber immer weniger Beachtung, und das halte ich für beunruhigend.“ So der Koch und Buchautor David Höner in einem Interview der Zeitschrift „Essen und Trinken“. In seinem Buch „Köche, hört die Signale – ein kulinarisches Manifest“, skizziert er eine kulinarische Klassengesellschaft, die sich immer mehr verfestigt und die Mehrheiten in vielen Ländern zu Essens-Analphabeten gemacht hat. 

  

In erster Linie sieht er die Kluft immer weiter zwischen denen, die sich bewusst und gesund ernähren wollen – und es sich auch leisten können bevorzugt etwa Bioprodukte zu kaufen. Gegenüber dem größeren Milieu derer, die sich mehrheitlich mit Fastfood, Fertigprodukten und Tiefkühlkost aus dem Supermarkt versorgen, was oft scheinbar günstiger ist, aber vor allem auch zeitsparender. Aus Höners Sicht sind immense Nachteile mit dieser Ernährungsweise verbunden. 

  

Convenience über alles? 

 

Hauptverantwortlich für diese Entwicklung macht er die Lebensmittelindustrie, die sich das menschliche Bedürfnis nach „Convenience“ in einer Weise zu nutzen macht, die er als fatal ansieht. „Vieles von dem, was im Supermarkt angeboten wird, mag ganz appetitlich aussehen, ist aber in Lebensmittelfabriken stark bearbeitet worden und steckt voller Chemie, Konservierungsstoffen, Farbstoffen, künstlichen Aromen und so weiter - vom vielen Salz und Zucker ganz zu schweigen.“ 

  

Nun muss man nicht gleich so weit gehen wie Höner und sagen, dass uns die Lebensmittelindustrie mit ihren Angeboten über den Tisch zieht. Diese macht eben, was im gesetzlich erlaubten Rahmen möglich ist – und versucht dabei immer noch billiger zu sein als die Mitbewerber am Markt. Ein Umstand, der im krassen Widerspruch zur eigentlich geforderten hohen Qualität für alles Essbare steht, zumal gesundheitliche Aspekte hier zu wenig Gewicht haben und der gesetzliche Rahmen für die Verarbeitung von Lebensmitteln viel zu weit gesteckt ist. Die Politik müsste nach Höners Ansicht viel konsequenter auf Nachhaltigkeit, Verbraucherschutz und Umweltschutz pochen. 

  

Erlaubt heißt nicht gleich empfohlen 

 

Die aktuellen Diskussionen um die nicht immer verbraucherfreundlichen Einflüsse der Lebensmittel-Lobby bestätigen das nur. Ebenso wie die im Buch Food War von H.U. Grimm beschriebenen Kooperation der Lebensmittel- und der Chemischen Industrie, die den Zusammenhang zwischen mit Chemie vollgestopfter Industrienahrung und der massenhaften Verbreitung von Zivilisationskrankheiten beleuchtet. 

  

Die industrielle Verarbeitung von Lebensmitteln in großen Mengen bedingt nun einmal den Einsatz diverser und fragwürdiger Hilfsmittel. Die immer mal wieder vorkommenden und aufgedeckten Ausrutscher wie aufgepepptes Gammelfleisch in der Fertiglasagne oder sogar Mineralöl in der Babynahrung haben nur kurzfristige Auswirkungen auf das Verbraucherverhalten. Und auch dass sehr viele verarbeitete Produkte nicht ohne das alles andere als nachhaltige und äußerst klimaschädliche Palmöl auskommen, scheint die Mehrheit der Konsumenten nicht abzuschrecken. (Ja, wer liest schon das Kleingedruckte auf den Verpackungen oder will wissen, was es mit den vielen „E“ da drin auf sich hat.) 

  

Das Essen wird entsinnlicht 

 

Doch nebst solchen teils wenig appetitlichen und in Kauf genommenen Nebenaspekten geht bei dieser Art der Nahrungsaufnahme laut Höner etwas ganz Wesentliches verloren: „Der Genuss und die Lebensfreude, die gutes Essen hervorruft. Ich glaube, dass gutes Essen die Voraussetzung für ein gutes Leben ist und dass der Wunsch nach einer guten Ernährung im Prinzip in uns allen vorhanden ist. Das ist eine Art Urinstinkt.“ 

  

Wir verlernen zu genießen, wir entfremden uns zunehmend von unseren Lebens-Mitteln, unsere Beziehung zum Essen droht verloren zu gehen. Dagegen kann schon der Besuch eines Wochenmarkts helfen, auf dem man deutlich mehr appetitliche Anregungen finden dürfte als in einem Supermarktregal. Das Hantieren mit guten Rohprodukten, Kochen und die Essenszubereitung sollte nicht als Zeitverschwendung betrachtet werden, sondern als Vorstufe zum bewussten Genuss, als sinnliche und sinnhafte Tätigkeit – und damit als Zugewinn an Lebensqualität.  

 

Achtsamkeit als Haltung zum Essen 

 

Eine achtsame Haltung zu Lebensmitteln und deren Zubereitung gehört schon längst zu einem klassischen Achtsamkeitstraining dazu. Anschauen, riechen, anfassen, schmecken – mit allen Sinnen wahrnehmen und den Unterschied erkennen zwischen einer Möhre, die eben noch in der Erde steckt und einem eingeschweißten Produkt ist ein Erlebnis.  

 

Wir bieten genussreiche Achtsamkeitskurse an, in dem wir Essen und Wein verbinden. Zur Zeit als Firmenkurse wie dieser.

Anfragen über: team@karinbacher-consultants.de 

Meetingplage

 

Stundenlange Meetings ohne Ergebnisse. Wer kennt das? 

  

Vor allem in Folge der Corona-Pandemie hat sich die Häufigkeit von Online-Meetings stark erhöht. In erster Hinsicht logisch. Die Gespräche auf dem Gang und der kurze Plausch am Schreibtisch war in der Krise nicht mehr möglich. Infolgedessen stieg die Relevanz, sich in online auszutauschen. Dank unterschiedlichen Meeting-Tools war es dann ein Leichtes, Mitarbeiter zu versammeln und sich über Neuigkeiten auszutauschen. Manche Chefs nutzten diese Form auch als Kontrolle, ob auch tatsächlich gearbeitet wurde. 

  

Wie sinnvoll sind Meetings? 

  

Viele, lange Meetings mit vielen Teilnehmern sind vieles, aber meistens nicht effizient. Es sollten in einem Meeting immer nur die Personen teilnehmen, die mit den Entscheidungen zu tun haben und auch relevante Themen beisteuern können. Bei zu vielen Teilnehmern kommt es zum einen zu Verzögerungen durch zu viele Wortmeldungen und zum anderen wird die Verantwortung zu stark verteilt. Das kostet das Unternehmen unnötige Ressourcen. Oder das andere Übel: keine Wortmeldungen, da man sich ganz gut online „verstecken“ kann. Kamera aus sollte deswegen auch nur in Ausnahmen erlaubt sein. 

  

Eine Führungskraft, die ein Meeting einberuft, sollte sich daher im Vorhinein klare Gedanken machen. Es muss entschieden werden, wer die Verantwortung für eine Aufgabe übernehmen soll, und nur diese Mitarbeiter müssen eingeladen werden.  Hierfür kann die berühmte „Two Pizza Teams“-Methode des Tech-Giganten Amazon verwendet werden. In einem Meeting sollen nur so viele Mitarbeiter teilnehmen, dass sie von zwei Pizzen satt werden. Nachdem die Teilnehmer des Meetings feststehen, muss auch eine Dauer festgelegt werden. Die Dauer sollte so kurz wie möglich sein und darf nicht verlängert werden. Um das zu erreichen, muss ein Meeting eine klare Struktur aufweisen, wobei zuerst informiert wird und dann diskutiert wird. Am Ende des Meetings muss eine klare Handlungsanweisung feststehen. Jeder Mitarbeiter muss seine To-do’s kennen. Struktur gelingt mit einer gut vorbereiteten Agenda und einem Ergebnisprotokoll – egal ob als Dokument oder auf einer Kanban-Tafel. Wichtig ist, dass jedem klar ist, was die nächsten Schritte sind. 

  

Wie ist es in eurem Unternehmen – finden dort auch unzählige unnötige Meetings statt? 

Dann ändere jetzt eure Meeting-Kultur! Gerne mit unserer Hilfe: team@mindful-business-life.de 

Mehr Ruhe beim Arbeiten

Vorstellungsgespräch

Bei New Work-Konzepten, die durch offene Arbeitsräume und Kommunikationsecken die Kooperation und Kreativität steigern möchten, gibt es auch Schattenseiten:  

Konzentrationsprobleme durch Ablenkung. Wer im Großraumbüro sitzt weiß, wovon wir sprechen. 

  

Sicher helfen die üblichen Maßnahmen wie: 

  

Im Team Spielregeln aufsetzen, z. B. dass private Gespräche nach draußen gelegt werden und nicht am Schreibtisch nebenan. 

Miteinander reden: Nein-sagen lernen bei Störern und diese direkt ansprechen bei Verletzung der Spielregeln 

Nicht-Stören-Signale einsetzen: Kopfhörer, Nicht-Stören-Schild … 

  

In Bezug auf Achtsamkeit ist es jedoch wichtig, nicht nur im Außen aktiv zu werden. Hier unser Tipp für konzentrierteres Arbeiten: 

  

Atmen: Eine kleine Atemmeditation hilft sofort, sich selbst in eine entspanntere Verfassung zu versetzen. 

Nach vier bis fünf Atemzügen, konzentriere dich auf die jetzt und hier wichtigste Aufgabe. Atme ruhig weiter, wenn die Gedanken noch zu unruhig sind, konzentrierte dich wieder auf deinen Atem. Versuche nochmals, deine Gedanken auf die wichtige Aufgabe zu lenken. 

Stell dir jetzt bildlich vor, wie du Schritt für Schritt diese Aufgabe erledigst. So als würdest du dich selbst beobachten. Zum Beispiel wie du die E-Mail deines Kunden nach Themen sortierst und Schritt für Schritt die passenden Antworten schreibst. 

Atme nochmals drei bis viermal ruhig, tief und entspannt, dann öffne langsam deine Augen. Alles außer deine eben visualisierte Aufgabe ist gleichgültig und hat keine Priorität. Einfach anfangen! 

 

Südwärts

Vorstellungsgespräch

Meran, Terlan, Bozen, Eppan, Tramin … wie viele andere Ortsnamen aus anderen Ländern erinnern diese alle zunächst an Reisen und Urlaub. Und in diesem Fall klingen sie gleichzeitig schon ein wenig nach etwas Bestimmtem - nach Entspannung, Ruhe und Lebensgenuss. Besonders wer schon mal in Südtirol war, wird das bestätigen können.  

  

Südtirol ist das am schnellsten aus Deutschland erreichbare südliche „Naherholungsgebiet“, in dem man a) die warme Jahreszeit meist ein paar Wochen länger genießen kann, b) überwiegend keine Fremdsprachenkenntnisse braucht, und c) auch keine besonderen Weinkenntnisse. Denn hier ist es fast ausgeschlossen, dass man bei der Weinbestellung oder dem Kauf danebengreift. 

  

Wer Südtirol noch mit den Kalterersee-Billigweinen aus dem Supermarkt in Verbindung bringt, darf sich getrost von diesem Klischee verabschieden. Längst haben die dortigen Weinproduzenten sich auf die Vorteile ihres Terroirs besonnen und schaffen überwiegend Weine, die auch höchsten Qualitätsansprüchen genügen. 

  

Südtirol wird heute laut dem Weinmagazin Falstaff als „Premium-Region“ eingestuft, was dort so begründet wird: “Es sind vor allem die Weißweine, die begeistern. Hier kann Südtirol seine enorme geographische Bandbreite von Höhenlagen zwischen 250 und 1300 Metern ebenso ins Spiel bringen wie die große Sortenvielfalt.“ 

  

Besonders die weißen Burgundersorten wie Pinot Blanco, Pinot Grigio und Chardonnay können mit Frucht, Fülle und Finesse überzeugen. Und natürlich sind in Südtirol auch so einzigartige Weine zu Hause wie der Muskateller, der legendäre Gewürztraminer und der Lagrein, der für die Region typischen Rotweinsorte. 

  

Weingüter und Kellereien wie St. Michael-Eppan, Elena Walch, Franz Haas, Muri 

Gries und Schreckbichl zählen inzwischen zu den herausragenden Qualitätsbotschaftern der Region. Gewächse fast aller Südtiroler Weinproduzenten finden sich regelmäßig auf den Spitzenrängen der einschlägigen Bewertungen und konkurrieren inzwischen mit anderen internationalen Edelweinlagen – leider zunehmend auch was die Preise betrifft. 

  

Das schöne ist: Es müssen nicht immer die teuersten Tropfen sein, denn auch „einfache“ Weine haben hier durchaus Qualität, angefangen beim derzeit wieder ausgeschenkten jungen Wein bis zum „Siaßen“. Diese kommen etwa beim beliebten Törggelen auf den Tisch – dem hier typischen „Wanderer-Vesper“ - wo sie zu Speck- und Käseplatten, Röstkastanien und Nüssen gereicht werden.  

  

Denn unter anderem macht die einzigartige geographische Bandbreite von Höhenlagen Südtirol auch zu einem Wanderparadies schlechthin. Wo immer man auf einem der zahlreichen Südtiroler Wanderwege in die ebenso zahlreichen Gasthäuser einkehrt, darf man sich auf fulminante kulinarische Belohnung freuen. Eine Gegend also, in der man sich ganz auf sich und seine Bedürfnisse einlassen darf. 

Männerwürde

Vorstellungsgespräch

„Männer haben's schwer, nehmen's leicht 

Außen hart und innen ganz weich 

Werden als Kind schon auf Mann geeicht 

Wann ist ein Mann ein Mann?“ 

  

Die Frage, die Herbert Grönemeyer in seinem Lied „Männer“ schon 1984 besingt hat auch heute nicht an Relevanz eingebüßt. Das Bild vom „richtigen Mann“ ist noch immer sehr eng umrissen. Zu eng. Männer sollen „das starke Geschlecht“ sein, keine Schwäche zeigen. Gleichzeitig sollen sie aber auch liebevolle Partner und Väter sein. Beruflich sollen sie erfolgreich sein, immer ein Ziel vor Augen haben, immer einen Plan, wie sie dorthin kommen. Dabei muss auch noch genug Zeit bleiben, um regelmäßig ins Fitnessstudio zu gehen. Schließlich ist mit dem „richtigen Mann“ auch ein bestimmtes Aussehen verbunden. Wer kann das alles leisten? Niemand.  

  

Männern ist das schmerzlich bewusst. Das Gefühl, nicht genug zu sein, versagt zu haben ist vielen Männern nicht fremd. Darunter leidet das Selbstwertgefühl. Gesundheitswissenschaftler Dr. phil. Udo Baer spricht hier von Entwürdigung. Viele Männer, meint Baer, verlieren durch Gesellschaftlichen Druck und Entwürdigung ihren Wert. Baer möchte diese Männer dabei unterstützen, ihre Würde zurückzugewinnen.  

  

1. „Männer sind so verletzlich“ 

Der erste Schritt, auf dem Weg, die eigene Würde wiederzugewinnen ist, das Gefühl der Entwürdigung anzuerkennen. Wenn einem immer wieder gesagt wird „du bist nicht gut genug“, dann belastet das. Sich das einzugestehen ist keine Schwäche. 

  

2. „Männer steh'n ständig unter Strom“ 

Liebe dich selbst. Diesen Satz, der wie ein Mantra in typischen „Frauenzeitschriften“ immer wieder wiederholt wird, sollten sich auch Männer zu Herzen nehmen. Sich selbst so zu akzeptieren, wie man ist, ist gar nicht so leicht. Die Gesellschaft gibt vor allem Männern ein Ziel der ständigen Selbstoptimierung vor. Nicht umsonst ist das Internet voller Videos und Artikel dazu, wie man effizienter, produktiver, schlicht besser wird. Fehler darf man zwar haben, aber nur, solange man daran arbeitet, sie auszumerzen. Dem entgegenzutreten, kostet Überwindung. Es macht aber auch glücklicher. Man(n) geht leichter durch sein Leben, wenn man sich selbst akzeptiert. Mit Stärken UND Schwächen.  

  

3. „Männer weinen heimlich“ 

 Auch Männer haben Gefühle. Das ist vielleicht nicht sehr überraschend, passt aber nicht wirklich in das Idealbild vom Mann als „harten Kerl“, dem nichts etwas anhaben kann. Allerdings haben viele Männer nicht wirklich gelernt, mit ihren Gefühlen umzugehen. In der Kindheit fehlt es oft an männlichen Vorbildern, die offen über ihre Emotionen sprechen. Im Erwachsenenalter fehlt es dann an Übung. 

  

4. „Männer sind einsame Streiter“ 

Diese Übung zu bekommen, ist Baers vierter Schritt auf dem Weg, Selbstwertgefühl zurückzugewinnen. Zu oft glauben Männer noch, alles mit sich selbst ausmachen zu müssen. Eben auch, weil sie es nicht gewohnt sind, mit anderen über ihre Gefühle zu sprechen; oft auch nicht wissen, wie. Das sollte aber nicht davon abhalten, es einfach mal zu tun. Für den Anfang reicht es schon, zu sagen: Ich fühle mich schlecht, aber ich weiß nicht, warum. 

  

5. „Männer sind auch Menschen“ 

Wie alle Stereotypen ist auch das Bild vom idealen Mann eindimensional. Männer sind aber Menschen und als solche immer facettenreicht. Menschen können mehrere Dinge gleichzeitig sein. Nicht stark oder schwach, nicht selbstbewusst oder unsicher, sondern beides gleichzeitig. Menschen können ehrgeizig sein, hart arbeiten und gleichzeitig Pausen brauchen. Menschen könne Erfolg haben und gleichzeitig Fehlschläge einstecken müssen. Um ihre Würde und ihr Selbstwertgefühl wiederzuerlangen, tut es Männern gut, wenn sie sich selbst wieder als Menschen wahrnehmen. Menschen die komplex und voller Widersprüche sind und das auch sein dürfen. 

Warum versteht mich denn keiner?

Vorstellungsgespräch

Kommunikation ist wichtiger denn je, gleichzeitig, aber auch komplizierter. Interdisziplinäre und oft auch internationale Teamarbeit ist in Unternehmen der Standard. Damit erhöht sich die Komplexität und als wichtigste Kompetenz tritt die Fähigkeit gut zu kommunizieren in den Vordergrund. Aber vielschichtige Themen verständlich auf den Punkt zu bringen ist nicht immer ganz einfach.  

  

Eine gute Methode ist der souveräne Umgang mit den drei P‘s: 

  

•Persönlichkeit 

•Präsenz 

•Prägnanz 

  

Persönlichkeit  

  

Persönlichkeit ist die „Ich-Komponente“ im Gespräch. Wichtig sind hier Selbstvertrauen, Drive und Körpersprache. 

Selbstvertrauen ist das Vertrauen darauf, die Kommunikation zu meistern. Konflikte lösen zu können, ein Verkaufsgespräch erfolgreich abzuschließen. Wer nicht daran glaubt, erfolgreich kommunizieren zu können, wird das auch nicht schaffen.   

Drive also „Antrieb“ meint genau das. Die Energie zu haben auch in schwierige, anstrengende Gespräche hineinzugehen und sie so lange durchzuhalten, bis man bei einer befriedigenden Lösung angelangt ist. Menschen mit viel Drive lassen sich auch von Rückschlägen oder Einwänden des Gegenübers nicht einschüchtern, sondern suchen nach einer Möglichkeit, diese für sich zu nutzen. Ein Einwand des Gesprächspartners kann beispielsweise dabei helfen, diesen besser zu verstehen. 

Dass Körpersprache für Kommunikation eine wichtige Rolle spielt, ist nichts neues. Erfolgreich kommuniziert man dann, wenn sich die Botschaft der gesprochenen Worte in der Körpersprache widerspiegelt.  

  

Präsenz 

  

Präsenz ist die „Du-Komponente“. Hier geht es darum im Gespräch auf das Gegenüber zu achten. Dazu gehört natürlich Empathie, das heißt die Fähigkeit, sich in den anderen hineinversetzen zu können. Falls Dir das nicht so leichtfällt: keine Sorge. Meist reicht es schon, währen der andere spricht, nicht über die eigene Antwort nachzudenken, sondern erstmal zuzuhören. Wenn man das geschafft hat, kann man nämlich auch Empfängerorientiert kommunizieren. Also auf Sprache, Standards und Gewohnheiten des Gegenübers eingehen. So erhöht sich die Chance, dass man auch tatsächlich verstanden wird.  

  

Prägnanz 

  

Prägnanz bezieht sich auf den Inhalt einer Unterhaltung. Im Arbeitskontext sind das häufig Sachthemen. Das neue Angebot, das Problem mit der Maschine, die Besprechung mit Kunde A. Diese Themen Prägnant zu kommunizieren bedeutet, die wesentlichen Punkte zu kennen und klar auf den Punkt bringen zu können. Wenn man sich bei einem Thema ohnehin gut auskennt, kann man das vielleicht einfach aus dem Stehgreif. Ansonsten ist Vorbereitung nötig.  

  

 

Vielleicht ist Euch schon aufgefallen, dass diese drei Faktoren sich auch gegenseitig beeinflussen. Wer nicht genügend Drive hat, ein schwieriges Gespräch durchzustehen, dem wird es auch schwerfallen, die ganze Zeit präsent zu bleiben. Wer in seiner Körpersprache abwesend und unsicher wirkt, dem fällt es schwerer, einen prägnanten Eindruck zu entwickeln. 

  

Und natürlich spielen auch andere Faktoren eine Rolle. Zeitdruck zum Beispiel. Wenn die Zeit knapp ist, gibt es manchmal einfach keine Gelegenheit, erst ein Gefühl für den anderen zu entwickeln, oder genauer nachzufragen, was er denn jetzt mit dieser Aussage gemeint hat. Gerade in solchen Situationen ist die Prägnanz wichtig. Um so prägnant wie möglich zu kommunizieren kann man sich Fragen stellen wie beispielsweise: Was genau will ich sagen? Was muss mein Gegenüber wissen? Welches Wissen hat der Gesprächspartner schon und wie kann ich darauf aufbauen? 

Flow bei der Arbeit!?

Das Fragezeichen in der Überschrift hat seine Berechtigung. Bei einer kleinen Umfrage bei Freunden und Bekannten zum Thema Flow kamen alle möglichen Antworten: Ja kenne ich – beim Yoga machen, beim Joggen, beim …. keiner hatte seine Arbeit erwähnt. Dabei kann es so einfach sein, dieses Glücksgefühl auch im Job zu bekommen. 

 

Hast du schon Mal an einer Aufgabe gearbeitet und bist dabei völlig abgetaucht? Einem Kollegen und mir geht es regelmäßig so.  Die Arbeit geht uns irgendwie ganz leicht von der Hand, man hat das Gefühl man kommt so richtig vorwärts und wenn man auf die Uhr schaut, sind drei Stunden verflogen. So macht der Job Spaß.  

 

Dieser Zustand, in dem man voll auf eine Aufgabe fokussiert ist und alles andere um sich herum vergisst nennt sich Flow.  

  

Was ist Flow? 

  

Geprägt wurde der Begriff von dem ungarischen Psychologen Mihály Csíkszentmihályi (sprich Mihai Tschicksendmihai). Csíkszentmihályi forschte vor allem zur Psychologie des Glücks. In diesem Zusammenhang interviewter er Menschen in kreativen Berufen dazu, was sie antrieb, einer Tätigkeit nachzugehen, die sie weder berühmt noch reich machte. Ihre Antwort: Bei der Arbeit erreichten sie immer wieder einen Zustand der „Extase“. Die Arbeit, so berichtete einer von Ihnen, fließt dann wie von selbst. Ich sitze nur dabei und schaue zu. Aus diesem „Dahinfließen“ der Arbeit ergab sich der Begriff Flow.  

  

Wie kommt man in den Flow? 

  

Nach Csíkszentmihályi entsteht der Flow-Zustand dann, wenn man sich vollkommen auf eine Aufgabe konzentriert. Das Gehirn verwendet dann all seine Kapazität auf die Aufgabe und kann nichts anderes mehr wahrnehmen. So kommt es auch, dass man in diesem Zustand die Zeit oder seine Umgebung zu vergessen scheint. Bei welchen Aktivitäten man in den Flow kommt ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.  

Laut einer aktuellen Studie aus den USA, kann man sogar berechnen, wie leicht es bei einer bestimmten Tätigkeit ist, in den Flow zu kommen.   

Entscheidend ist das Wissen bzw. die Information, die man über das gewünschte Ergebnis und die Mittel, die zur Erreichung dieses Ergebnisses zur Verfügung stehen, hat. Soll heißen: Je besser man weiß, was das Ziel ist, und wie man es erreicht, desto leichter kommt man in den Flow. 

Und da hängt es meistens in deutschen Unternehmen. Ziele sind meistens nicht klar, nicht kommuniziert oder zu kompliziert formuliert. Mitarbeitende wissen nicht, warum und wofür sie ihre Aufgaben erledigen sollen. Ob auf der Metaebene – die Unternehmensziele, oder auf den Arbeitsplatz oder die Aufgabe runtergebrochen. 

  

Konkret bedeutet das: Fällt eine Aufgabe schwer, weil sie unterfordernd oder langweilig ist, kann es helfen, sich bewusst zu machen, wie diese Aufgabe zur Erreichung der eigenen Ziele beiträgt. Oder du setzt dich mit den unternehmensweiten Zielen mehr auseinander und brichst diese selbst auf deine Arbeit runter. 

 

Kommt dir eine Aufgabe zu schwer vor, solltest du dir überlegen, wie du sie in kleinere Einheiten aufteilen könntest. Oder welche anderen Ressourcen bei der Bewältigung der Aufgabe zur Verfügung stehen könnten. Das kann zum Beispiel bedeuten, eine Fortbildung zu machen, Kollegen um Rat zu fragen, ein Tutorial anzuschauen oder einen Tag mobile zu arbeiten, um dich ungestört mit der Aufgabe intensiver zu beschäftigen. Bei letzterem spielt auch eine Rolle, dass eine andere Umgebung die Kreativität fördert. 

  

Ob man in den Flow kommt, oder nicht, ist also keineswegs zufällig. Du kannst aktiv etwas dafür tun, dass deine Arbeit wie von selbst läuft - mit der richtigen Einstellung. Statt Probleme zu wälzen nämlich nach Lösungen zu suchen. 

Karin Bacher Consultants
Karl-Bührer-Str. 22
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Fon: +49 (0) 7231 4628 631
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