Wenn schlechte Stimmung ansteckend wird
Schlechte Stimmung im Team ist mehr als ein vorübergehendes Tief – sie kann Motivation, Zusammenarbeit und Leistung spürbar beeinträchtigen. Führungskräfte…
Hier eine Zusammenfassung eines Interviews vom letzten Jahr in der SZ des Internisten, Diabetologen und Ernährungsmediziners Matthias Riedl. Laut ihm gilt eine alte Weisheit nach wie vor: „Morgens wie ein Kaiser, abends wie ein Bettler.“ Dahinter stecke mehr als eine Volksweisheit. Wer abends zu viel und vor allem die falschen Lebensmittel isst, belastet Stoffwechsel, Schlaf und langfristig auch die Gesundheit. Also Schluss mit spät essen und dann gleich ins Bett fallen?
Denn entscheidend sind dabei nicht nur die Speisen selbst, sondern auch die Essenszeiten, zwischen denen die richtigen Abstände liegen sollten. Zwischen Mittag- und Abendessen sollten idealerweise vier bis fünf Stunden liegen, vor dem Schlafengehen weitere drei bis vier Stunden. Diese Pausen ermöglichen es dem Insulinspiegel zu sinken, fördern den Fettabbau und geben Darmflora sowie Zellreparaturprozessen die nötige Ruhe.
Besonders kritisch sieht Riedl den hohen Kohlenhydratanteil vieler Abendmahlzeiten. Brot, Süßigkeiten oder andere kohlenhydratreiche Lebensmittel liefern Energie, die nachts kaum noch benötigt wird. „Kohlenhydrate zu später Stunde? Da bleibt dem Körper nur, sie in Fett umzuwandeln.“ Deshalb empfiehlt er, Kohlenhydrate am Abend deutlich zu reduzieren und möglichst auf Vollkornprodukte zu setzen.
Stattdessen sollten Gemüse und hochwertige Eiweißquellen den Abendteller bestimmen. Vollkornbrot mit Fisch oder Käse, ein eiweißreiches Gericht mit viel Gemüse oder die klassische Kombination aus Ei und Kartoffeln gelten als gute Optionen. Proteine fördern die Sättigung und unterstützen den Muskelerhalt, während Gemüse wichtige Nährstoffe liefert.
„Pflanzliche Öle wie Oliven-, Raps- oder Leinöl sind gesund und sättigend, allerdings nicht so leicht verdaubar. In Maßen sind sie abends aber in Ordnung“, meint Riedl.
Ebenso wichtig ist der Verzicht auf spätes Snacken. Häufig handelt es sich dabei um stark verarbeitete Lebensmittel mit viel Zucker, Fruktose und Zusatzstoffen. Diese fördern Übergewicht, Entzündungen und die Entstehung einer Fettleber – selbst bei Menschen mit normalem Körpergewicht. Auch Getränke spielen natürlich eine Rolle, was inzwischen allgemein bekannt sein dürfte. Kaffee wie auch Alkohol zu später Stunde kann die Schlafqualität beeinträchtigen und belastet den Organismus zusätzlich.
Wer lange gesund bleiben möchte, sollte den Abend nutzen, um den Körper zu entlasten – mit ausreichend Essenspausen, viel Gemüse, moderaten Mengen an Eiweiß und möglichst wenig Kohlenhydraten. Denn Gesundheit beginnt oft nicht mit dem Frühstück, sondern mit dem, was wir am Abend weglassen. So Riedls Fazit, dem er gleich noch einen Rezept-Tipp hinterherschob (von uns zusammengefasst), damit es „die Lust auf Snacks gar nicht erst aufkommen lässt“:
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